Schlagwort-Archive: Macht

Diener

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sprach:
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.  Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
Der Größte von euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23,1.8-12)

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit:
in den entscheidenden Augenblicken des Lebens helfen weder Titel noch Einfluss noch Macht – da helfen allein Vertrauen, Hoffnung und Glaube.
Aber irgendwie scheinen wir Menschen so veranlagt zu sein, dass wir dies manchmal vergessen und auf falsche Sicherheiten bauen. Daran erinnert uns das Evangelium mit der Aussage Jesu: „Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“
Der einzige „Titel“, den Jesus gelten lässt, auch wenn er ihn nicht als solchen ausspricht, ist der des „Dieners“.
Er selbst hat uns den Dienst und das Dienersein vorgelebt; im seinem Sinne handeln heißt also, sich zum Diener machen. Wir dürfen uns ihn zum Vorbild nehmen.

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Königlich beschenkt

In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. (Lk 23-35-43)

Kreuz vor der St. Hubertuskapelle

Kreuz vor der St. Hubertuskapelle

Was ist das für ein König, den wir als Christen feiern?
Unser König hat königlich gegeben:
Er hat alles gegeben, sich selbst.
Er hing nicht an seiner Position, sondern an uns.
Er lebte nicht für sich, er lebte für uns.
Er gab, was er hatte. Und zuletzt gab er sein Leben. Zwischen Himmel und Erde, nackt an einem Todesbalken, hat er es hingegeben – für uns und unsere Welt.
Unser König hat königlich gegeben: sich selbst – von der Krippe bis zum Kreuz.
Christsein ist zuerst einmal ein Geschenk. Christen sind königlich Beschenkte.
Christen sind königlich beschenkt mit Liebe – mit Sinn – mit Licht und mit Hoffnung.

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