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Weisheit

Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; wer sie liebt, erblickt sie schnell, und wer sie sucht, findet sie. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich sogleich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, er findet sie vor seiner Türe sitzen. Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit; wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei. Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen und kommt jenen entgegen, die an sie denken. (Weish 6,12-16

Kluge Menschen kennen wir alle, vielleicht gehört sogar der ein oder andere selber mit zu dieser Gruppe von Menschen. Aber Klugsein ist nur das eine.
Weise zu sein ist etwas ganz Anderes.
Wer klug ist, mag sich in vielen Dingen gut auskennen.
Wer weise ist, hat den Überblick über das, was wirklich wesentlich ist und zählt.
Der Weise blickt weiter, ist durch die Lebenserfahrung gereift und hat erkannt, was bleibend ist und was vergänglich ist. Weisheit kann man sich nicht erarbeiten, oder mit noch so großer Mühe erwerben. Weisheit ist letztlich Geschenk Gottes.
Für dieses Geschenk gilt es offen zu sein, darauf kann man sich vorbereiten, aber es ist nicht verdienbar.
Der kluge Mensch ist offen für die Weisheit, die von Gott kommt und die Gott allein schenkt.

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Im Vorhof seines Heilgtums

Gott, du unser Beschützer, schau auf das Angesicht deines Gesalbten.
Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere. (Ps 84,10-11)

Der Beter aus dem Psalm 84 scheint ein ähnliches Empfinden gehabt zu haben, wie wir.
Wir spüren, dass Gott uns nahe ist, aber gleichzeitig scheint er auch unfassbar, irgendwie entrückt.
Auch wenn wir uns zur Feier der Eucharistie versammeln, (und ihm daher doch ganz nah sind) so spüren wir doch auch, dass wir uns nur im Vorhof seines Heiligtums befinden.
Aber selbst hier erahnen wir seine Größe und Herrlichkeit.
In der Inständigkeit unserer Bitte, in der Geduld, in der gläubigen Zuversicht, in der Demut und Ehrfurcht, die wir Jesus entgegenbringen, kommt unser Vertrauen auf ihn und die Erhörung unser Bitten zum Ausdruck. Hier wird Glaube spürbar und greifbar.
Dieser Glaube, zu dem wir gerufen werden, wird immer wieder auf seine Echtheit geprüft. Mögen auch wir uns immer wieder um einen Glauben mühen, der dieser Prüfung standhält.

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