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Froher, ernster Glaube

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. (Mt 18,15-17)

Christsein ist eine frohmachende Angelegenheit. Wir dürfen es immer wieder als helle und freundliche Botschaft entdecken. Die Botschaft von Gott ist keine Drohbotschaft, sondern Evangelium und das heißt frohe Botschaft.
Aber das darf uns doch auch nicht dazu verleiten, nur noch auf Stellen der Bibel zu schauen, die dick und deutlich von Gottes und Jesu Liebe sprechen, die also angenehm und kuschelig sind.
Es gibt Trennlinien, an denen der Bruder für dich „wie ein Heide und Zöllner“ werden soll. Christsein ist eine frohmachende, aber doch auch durch und durch ernste Angelegenheit. Wir stehen vor der Schwierigkeit, die froh machende Kraft der Gottesbotschaft und ihren gleichzeitigen Ernst so miteinander zu verbinden, dass uns beides immer im ausgewogenen Gleichgewicht vor Augen ist.
Gott ist es ernst mit uns. Wir sind ihm nicht gleichgültig. Er liebt uns. Gerade deshalb mahnt uns sein Wort immer wieder.
Werden auch wir ihm gegenüber nicht gleichgültig! Nehmen wir unseren Glauben, und nehmen wir Gott ernst, damit wir das frohmachende seiner Botschaft immer wieder entdecken können.

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Trost und Freude

Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart. Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum! Denn so spricht der Herr: Seht her: Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach. Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen und auf den Knien schaukeln. Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch; in Jerusalem findet ihr Trost. Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen, und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras. So offenbart sich die Hand des Herrn an seinen Knechten. (Jes 66,10-14c)

Für uns heute ist »Jerusalem« überall dort, wo wir zusammenkommen, um miteinander Eucharistie zu feiern – da ist uns Gott besonders nahe, da können wir Trost und Freude erfahren. Gerade die Eucharistie erfahren wir immer wieder als Ruhepol und Kraftquelle für unseren Alltag und unsere Aufgaben.
Hier verbindet sich Gott selber auf einzigartige Weise mit uns Menschen.
Vor allem im Empfang der Kommunion, im göttlichen Mahl, wird das deutlich.
Hier stärkt uns Christus mit der Speise, die er selber ist, stärkt er uns mit seinem Leib und seinem Blut, damit wir sein göttliches Leben in uns haben, seine Vitalität, seine Kraft. Wir spüren, wir brauchen die Eucharistie.
Trost, Frieden und Freude will uns Gott schenken – es soll uns so gut gehen, wie es einem Baby bei seiner Mutter geht. Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so will uns Gott trösten. Darüber dürfen wir uns freuen. – Das ist eine großartige Botschaft – die sollten wir doch eigentlich weitersagen!

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