Archiv der Kategorie: Sonntagsgedanken

Glaube hat mit Liebe zu tun

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. (Mk 1,21-22)

Da ist sie wieder, die Spannung zwischen Theologie und Glaube, zwischen Wissenschaft und Praxis.
Auf der einen Seite die Schriftgelehrten, die voller Macht sind, die sie aus der exakten und gewissenhaften Lehre beziehen, und auf der anderen Seite Jesus, der Sohn Gottes, der mit Vollmacht lehrte, die vom Vater geschenkt ist
Jesus lebt und lehrt (im Gegensatz zu den Schriftgelehrten) aus der lebendigen Verbindung zu seinem Vater, aus dem Gebet. Daraus erwächst das Geschenk der Vollmacht, die der Vater ihm verleiht und die seine Zuhörer ganz offensichtlich erspüren, die sie zur existenziellen Betroffenheit führt.
Glaube ist nicht deckungsgleich mit Theologie, aber ohne Glaube ist die wissenschaftliche Theologie nicht möglich. Genauso wie auch umgekehrt.
Glaube hat mit Liebe zu tun. Glauben heißt in lebendigem Kontakt stehen, in lebendigem Kontakt zu unserem liebenden Gott.
Mögen wir diesen Kontakt immer wieder suchen und mögen wir ihn niemals verlieren.

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Was willst Du?

Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren. Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!. Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus. (Jona 3,3-5,10)

Nein, es ist nicht die Geschichte eines überaus erfolgreichen Propheten, die uns hier erzählt wird.
Jona selbst wollte nicht die Bekehrung. Er wollte, dass Ninive in Schutt und Asche gelegt wird.
Im Buch Jona wird dem Leser zunächst einmal einfach der Spiegel vorgehalten.
Hier wird uns der Spiegel vorgehalten!
Was willst Du als Glaubender, als Christ eigentlich?
Willst Du das, was Gott möchte oder hast Du Dir schon lange selbst zurechtgelegt, wie die Welt abzulaufen hat, was richtig ist und was Gott deiner Meinung nach zu tun hat und was nicht.
Im Blick auf das, was Jona eigentlich vorhatte, war seine Mission demnach ein völliger Misserfolg.
Erfolgreich aber war Gott, denn er wollte die Versöhnung mit den Menschen.
Und er hat sie erwirkt, so verständnislos und widerspenstig sich sein Prophet auch angestellt hat.
Welch ein Glück für Jona, dass Gott auch mit ihn barmherzig ist.
Welch ein Glück für unsere Kirche…
Welch ein Glück für einen jeden von uns…

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Wo wohnst Du?

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte – Christus. (Joh 1,35-41)

Die Frage: „Meister, wo wohnst Du?“  ist weit mehr als die Frage nach einer konkreten Wohnung, oder nach einer eindeutig zu verortenden Adresse.
Es ist weit darüber hinausgehend die Frage nach der innerlichen Beheimatung. Nach dem, was das Leben prägt, was Halt und Schutz gibt.
Eine Frage, die nicht nur für uns schwer zu beantworten ist. Es braucht mehr als ein paar Worte und kann meist selbst dann nicht klar und umfassend beantwortet werden.
Was liegt da näher, als genau das zu tun, was Jesus hier tut. Die Fragenden werden eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.
Und sie folgen der Einladung. Sie nehmen mit eigenen Augen wahr, was nicht in Worte zu fassen ist. Sie sammeln Erfahrungen und kommen zu dem Schluss: „Wir haben den Messias gefunden.“
Meister, wo wohnst Du? – Kommt und seht!
Folgen auch wir ihnen nach…

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Der Himmel ist offen

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. (Mk 1,9-11)

Es ist nur eine kurze Szene, die das Evangelium da beschreibt; so kurz, dass es auf alles ankommt, was dort beschrieben wird:
Zum einen, dass Jesus unter einem offenen Himmel ist; und zum anderen das wunderschöne Bekenntnis Gottes zu diesem Menschen, der sich da auf die Seite der Sünder gestellt hat, auf die Seite derer, die der Umkehr bedürfen, weil sie sonst an ihrer Schuld ersticken würden.
Gerade dieses Zweite will uns sagen:
In diesem Jesus, stellt sich nicht einfach nur ein Mensch auf die Seite der Sünder, sondern da stellt Gott selbst sich auf die Seite der Sünder, denn dieser Mensch ist Gottes Sohn, dieser Mensch ist Gott.

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Neujahr 2018

Allen Besuchern unserer Seiten wünschen wir
den Segen Gottes für 2018.

Möge der Herr Ihnen sein Angesicht zuwenden
und Ihnen sein Heil schenken.

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Freude will Einzug halten

Gesegnete Weihnachten wünschen wir allen, die in diesen Tagen unsere Webseite und unsere Kirchen besuchen. Mögen Sie sich einen Blick für die Freude, die an Weihnachten bei uns Einzug halten will, bewahren.
Die Freude von Weihnachten ist keine Eroberung des Menschen, es ist eine Gabe des Herrn, heute wie am ersten Tag.
Es geht nicht darum, um jeden Preis Weihnachten einzuholen, sondern uns an Weihnachten von Gott einholen zu lassen, schließlich zu akzeptieren, dass Gott uns zuvorkommt und dass er seine Wunder im Alltag unseres Lebens vollbringt.

Frohe und gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen das gesamte Pastoralteam des Pastoralen Raumes Lennestadt.

Krippe

 

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3. Advent

Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! […]
Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.
(1 Thess 5,16-19.23-24)

Löscht den Geist Gottes nicht aus:
– im adventlichen Trubel, den wir doch eigentlich dieses Jahr endlich einmal vermeiden wollten, und es wieder nicht geschafft haben. Warum eigentlich?
– in der alltäglichen Geschäftigkeit, die keinen Stillstand duldet, und in der jedes Warten Verlust bedeutet, statt Chance innezuhalten und den Kontakt zu Gott neu aufzunehmen.
– im Aktivismus, der bestrebt ist, jede Nachdenklichkeit im Keim zu ersticken und mit sinnentleerter Beschäftigung zuzudecken.

Gottes Geist führt uns zu:
– Tiefer innerer Freude über sein immer neues Kommen in diese Welt
– Gebet, zur selbstverständlichen immerwährenden Verbindung mit Gott, dem Dreh- und Angelpunkt unserer Welt und unseres persönlichen Daseins
– Dank für das, was wir tagtäglich aus Gottes Hand empfangen dürfen, denn wir erlangen nicht das was uns zusteht, sondern werden von Gott immer neu mit seiner Gnade beschenkt

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