Monatsarchiv: Oktober 2017

Auf der Suche

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten. (Mt 22,34-40)

Ganz klar und eindeutig führt Jesus Alles auf den einen Urgrund zurück. Er konzentriert es, wie in einem Brennglas: Wir sollen Gott lieben, von ganzem Herzen und mit all unseren Gedanken. Und diese Liebe verwirklicht sich darin, dass wir den Anderen lieben, wie uns selbst.
„Mit all unseren Gedanken“ – Aber wo sind unsere Gedanken?
Sie sind oft mit so Vielem beschäftigt, sind oft flatterhaft und oberflächlich, sind im Alltag gefangen, aber sind sie auch auf der Suche nach Gott?
Sind wir auf der Suche nach Gott mit allen unseren Gedanken, mit jeder Faser unseres Lebens?
„Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen. Sucht den Herrn und seine Macht, sucht sein Antlitz allezeit.“ (Ps 105,3-4)
Sind wir heute Gottsucher?

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Gottes Bild leuchten lassen

Steuermünze zur Zeit Jesu

Steuermünze zur Zeit Jesu

In jener Zeit kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person.
Sag uns also: Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle? Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! (Mt 22,15-21)

„Wir sind geschaffen als Abbild Gottes, ihm ähnlich (vgl. Gen 1,26). Du, mein Christ, bist ein Mensch; du bist also eine Münze aus dem göttlichen Schatz, du bist ein Denar mit dem Bild und der Aufschrift des göttlichen Herrschers. Mit Christus frage ich dich: „Wessen Bild und Aufschrift ist das?“ Du antwortest: Es ist Bild und Aufschrift Gottes. Dann frage ich weiter: Warum gibst du dann Gott nicht, was ihm gehört?
Wenn wir aber wirklich ein Bild Gottes sein wollen, müssen wir Christus ähnlich werden; denn er ist das Bild der Güte Gottes und „das Abbild seines Wesens“ (Hebr 1,3); alle aber, „die er im voraus erkannt hat, hat er auch dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben“ (Röm 8,29).
Wer also in seinem Leben und Verhalten, wer in seinem Tugendwandel Christus ähnlich und gleichförmig ist, der stellt wirklich das Bild Gottes dar.“
(Hl. Laurentius von Brindisi)

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Um Antwort wird gebeten

In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, 6wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. (Mt 22,1-10

„Um Antwort wird gebeten!“ Auf diese kurze und prägnante Formel lässt sich das Evangelium bringen. Gott lädt uns zum großen Fest ohne Ende ein und als Gastgeber hat er das Recht auf eine Antwort. Wie auch im alltäglichen Leben, kann er als Gastgeben mit Fug und Recht eine Antwort auf seine Einladung erwarten.
Werden wir unser klares und eindeutiges Ja zu seiner Einladung sprechen, oder drucksen wir herum, versuchen uns um eine Antwort herum zu mogeln?
Oder wurde längst eine eindeutige Antwort gegeben? Auch dann bedarf sie einer ständigen Überprüfung. Hält das einmal gegebene Wort immer noch stand? Oder haben sich da Zweideutigkeiten eingeschlichen?
„Um Antwort wird gebeten!“

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