Monatsarchiv: September 2017

Gott gehören

Keiner von uns lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende. (Röm 14,7-9)

„Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.“
Da tritt kein neuer Besitzer auf, der jetzt Menschen, egal auf welche Weise, in seine Gewalt gebracht hätte. Das ist Nichts, vor dem wir uns fürchten, und erst recht Nichts, gegen das wir aufbegehren müssten.
Ein Leben lang hat Jesus von Nazareth damit zugebracht, uns deutlich zu machen, dass Gott ein Gott ist, der für die Menschen da sein will, ein Gott, der die Menschen liebt.
Die Glaubenden aus der Bibel haben uns bereits vorgelebt, was es heißt, Gott zu gehören. Die Größte aller Glaubenden, Maria, sagt dem Engel: „Mir geschehe nach deinem Wort.“
Alle diese Glaubenden haben zuerst zugehört, was Gott ihnen sagen wollte.
Erst dann konnten sie ihr „Hier bin ich“ sprechen.
Konnten zum Ausdruck bringen, dass sie ganz Gott „gehören“.
Und das gilt auch für uns.
Hören auch wir in unserem Leben auf Gott, damit wir ganz ihm gehören.

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Froher, ernster Glaube

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. (Mt 18,15-17)

Christsein ist eine frohmachende Angelegenheit. Wir dürfen es immer wieder als helle und freundliche Botschaft entdecken. Die Botschaft von Gott ist keine Drohbotschaft, sondern Evangelium und das heißt frohe Botschaft.
Aber das darf uns doch auch nicht dazu verleiten, nur noch auf Stellen der Bibel zu schauen, die dick und deutlich von Gottes und Jesu Liebe sprechen, die also angenehm und kuschelig sind.
Es gibt Trennlinien, an denen der Bruder für dich „wie ein Heide und Zöllner“ werden soll. Christsein ist eine frohmachende, aber doch auch durch und durch ernste Angelegenheit. Wir stehen vor der Schwierigkeit, die froh machende Kraft der Gottesbotschaft und ihren gleichzeitigen Ernst so miteinander zu verbinden, dass uns beides immer im ausgewogenen Gleichgewicht vor Augen ist.
Gott ist es ernst mit uns. Wir sind ihm nicht gleichgültig. Er liebt uns. Gerade deshalb mahnt uns sein Wort immer wieder.
Werden auch wir ihm gegenüber nicht gleichgültig! Nehmen wir unseren Glauben, und nehmen wir Gott ernst, damit wir das frohmachende seiner Botschaft immer wieder entdecken können.

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Auf seinen Weg gerufen

In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. (Mt 16,21-23)

Hier werden wir daran erinnert, dass wir von Christus auf seinen Weg gerufen sind. Dieser Weg ist allerdings ein Weg, der oft nicht im Einklang steht mit unserem Denken und dem Denken um uns herum. Es ist der Weg, auf dem nicht das gilt, was „man“ so tut. Es ist nicht der Weg der Masse, nicht der Weg der Anpassung an das Denken und Tun der viel zitierten Mehrheit.
Als Christen sind wir in der Gefahr, den Herrn und seinen Weg aus den Augen zu verlieren.
Die Bekehrung des eigenen Lebens ist besonders schwer, weil sie jeden Tag von vorne anfängt.
Weil wir jeden Tag aufs Neue das Feuer in unseren Herzen anfachen müssen.
Gleichzeitig ist dadurch auch jeder Tag eine neue Chance:

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