Monatsarchiv: Juli 2017

Hörendes Herz

In jenen Tagen erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?
Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. (1 Kön 3,5.7-11)

Salomo bittet um ein hörendes Herz.
Spannend ist die Frage: Was geschieht mit mir, wenn ich das Gebet um ein hörendes Herz zu meinem Gebet mache – in den verschiedensten Situationen meines Lebens? Etwa bei wichtigen Entscheidungen oder in Konfliktsituationen, in den normalen Situationen meines Alltags, oder auch, wenn ich drohe, aus der Haut zu fahren, wenn ich mich überfordert fühle oder nicht mehr weiter weiß.

Und: was macht dieses Gebet langfristig aus mir?
Vielleicht lässt es mich gelassener werden.
Vielleicht lässt es mich mehr hinter die Dinge blicken oder bringt mich meinen Mitmenschen näher.
Oder es macht mich prophetischer, um ungute, zerstörerische Zusammenhänge zu erkennen und für Veränderung aufzustehen.
Ja, vielleicht lässt es mich etwas von Gottes Weisheit und liebender Kraft verkörpern.

Warum versuchen wir es eigentlich nicht?

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Libori 2017

„Freundschaft ist heilig – L’amitié est sacrée“ lautet das Leitwort des diesjährigen Libori-Festes in Paderborn. Das Leitwort erinnert an den „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen den Diözesen Paderborn und Le Mans, der seit der Überführung der Reliquien des hl. Liborius vor über 1.180 Jahren besteht und alle Auseinandersetzungen und Kriege in Europa überdauert hat. Erzbischof Hans-Josef Becker schreibt in seinem Grußwort zum Fest: „Gerade in der heutigen Zeit, in der das zwischenmenschliche, aber auch gesellschaftliche Miteinander oft durch Konflikte geprägt ist, erscheint uns diese jahrhundertelange Freundschaft über Landesgrenzen hinweg als vorbildliches Zeichen gegen den vermeintlichen Trend der Zeit. Das zeigt uns: Freundschaft ist heilig.“

Eine Prgrammübersicht des diesjährigen Liborifestes finden sie >hier<

Libori 2017 live im Internet über www.domradio.de in Bild und Ton. Darüber hinaus über den Fernsehsender EWTN (Satellit Astra, Frequenz 12460 MHz)

Sonntag, 23. Juli 2017, 9 Uhr
Hochfest des heiligen Liborius. Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker und Prozession durch die Stadt Paderborn mit dem Reliquienschrein

Montag, 24. Juli 2017, 9 Uhr
Pontifikalamt mit den französischen Gästen (Bischof Yves Le Saux)

Montag, 24. Juli 2017, 11 Uhr
Pontifikalamt zum Libori-Fest mit den Frauen

Dienstag, 25. Juli 2017, 11 Uhr
Pontifikalamt zum Libori-Fest mit dem Landvolk

Dienstag, 25. Juli 2017, 17 Uhr
Schlussandacht mit Prozession und Kindersegnung

 

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Zur Ruhe kommen

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen… Lernt von mir! Denn ich bin gütig und von Herzen demütig.“ (Mt 11,28-29)
In das Bild Jesu, das unser Evangelium heute entwirft, passt nahtlos das Bild des Friedenskönigs des Propheten Sacharja: „So spricht der Herr: Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. Ich vernichte die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, vernichtet wird der Kriegsbogen. Er verkündet für die Völker den Frieden; seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Eufrat bis an die Enden der Erde.“ (Sach 9, 9-10)
Wenn die Vision des Friedenskönigs in Jesus zur Erfüllung kommt, und Seine Botschaft lautet:
Ich verkünde für die Völker den Frieden – dann muss es für uns Christen bis auf den heutigen Tag
darum gehen, diese Botschaft umzusetzen:
Tag für Tag in unserer persönlichen Umwelt; wo es irgend möglich ist, auch durch unser Engagement. Wir sind eingeladen, den Frieden und die Ruhe der Seele, die wir selbst bei Christus finden, Menschen anzubieten, die sie nötig haben.
Aber vielleicht müssen wir zunächst einmal beginnen, selbst diese Ruhe zu finden und uns zu gönnen. Jesus lädt uns dazu ein, ohne Vorleistungen.

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