Monatsarchiv: Juni 2016

Für wen hälst Du mich?

In jener Zeit als Jesus in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. (Lk 9,18-20)

Die Frage an seine Jünger „Für wen halten mich die Leute?“ reicht ihm nicht.
Deshalb stellt eine andere, viel tiefere Frage:
„Ihr aber, für wen haltet IHR mich?“
Da geht es auf einmal nicht mehr um die allgemeine Tendenz, um die öffentliche Meinung.
Auf einmal geht es an die Substanz, an das Eingemachte.
Simon Petrus hat sich berühren lassen, ist Jesus begegnet.
Wohl nur deshalb kann er eine Antwort geben, die tiefer geht, die wahrer ist als das Image eines Propheten: Für den Messias Gottes.
Petrus hat nicht auf die oberflächliche Meinung der vielen gehört, sondern sich sein eigenes Bild gemacht.
Ihr aber, für wen haltet IHR mich?
Diese Frage stellt Jesus heute auch uns.
Du aber, ja genau Du, der Du da gerade hier auf dieser Seite gelandet bist: für wen hältst DU mich?

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Nicht mehr ich lebe…

Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. So weit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. (Gal 2,19b-20)

„Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“. Dieses Wort des Paulus scheint so ganz im Widerspruch zum heutigen Anspruch zu stehen, sich selbst zu verwirklichen.
Und doch meint Paulus damit, dass er gefunden hat, wonach er suchte.
Auch wir sind als Suchende unterwegs.
Bitten wir Christus, dass er uns immer wieder mit seinem Geist erfüllt, dass wir mit offenen Augen und wachem Sinn leben, damit wir erkennen, worauf es ankommt. Er schenkt uns dazu sein Erbarmen. Nehmen wir dieses Geschenk immer wieder voller Erstaunen und Ehrfurcht an!

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Gottes Mit-leid

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Nain; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. (Lk 7,11-15)

Das Leid, das wir tragen, ist Gott nicht egal.
Gott setzt gegen unser Leid sein Mit-Leid. Und sein Mitleid besteht in ganz vielen liebevollen Einzelzügen. Aber es besteht auch darin, dass er das Geschick wendet, dass er eingreift und Fakten schafft.
Dieser Gott, der Fakten schafft, will für uns da sein.
Rechnen wir überhaupt noch mit ihm?

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