Monatsarchiv: März 2016

Zuversicht


Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.

Dies ist meine Zuversicht! Alle Strophen enden mit diesen Worten „Meine Zuversicht“.
Zuversicht gibt Schwung und Kraft.
Zuversicht heißt, es bedarf noch der Verwirklichung.
Zuversicht kann aber auch heißen, es ist noch ein weiter und langer Weg, vielleicht sogar ein schwieriger Weg.
Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Ich trau mich zu leben. Ich trau mich auch etwas im Leben, weil er mit mir geht, weil er mit mir lebt.
Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.
Zuversicht!

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Zeugen der Auferstehung

P1080932Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.
Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war:
Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.
Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. (Lk 24,1-9)

Wer sind für uns die Männer in den leuchtenden Gewändern, die unsere Blickrichtung ändern, die uns ansprechen und sagen: „ER ist nicht hier, Erinnert euch an das, was ER gesagt hat“? Gibt es sie, diese Männer mit leuchtenden Gewändern? Gibt es sie, die Männer und Frauen, die uns vom Himmel geschickt sind, damit wir wieder leben können?
Ich weiß, es gibt sie!
Es sind Menschen, die den Faden wieder finden, den wir verloren haben.
Es sind Menschen, die uns sagen:
Das Leben geht weiter für dich, hier ist der Weg, ich gehe ihn mit dir.
Es sind Menschen, die für die Gerechtigkeit einstehen mit all ihrer Kraft und all ihrem Mut.
Es sind Menschen, die den Frieden nicht aufgeben, nicht um alles in der Welt, allen Sprengsätzen und allem Terror zum Trotz, und die damit unseren Glauben und unser Vertrauen stärken, dass es noch Hoffnung gibt für diese Welt.
Und bedenken wir auch: Wir alle haben diese leuchtenden Gewänder einmal angezogen.
Uns wurde bei der Taufe das strahlend weiße Taufkleid angezogen.
Es ist das Gewand des Glaubens von dem es bei Paulus im Brief an die Galater heißt: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“
Vielleicht müssen wir uns in dieser Osternacht wie die Frauen damals am Grab erinnern lassen, erinnern lassen an das, was Christus in der Taufe an uns vollzogen hat, an die Gnade, die er uns geschenkt als uns das Taufkleid angezogen wurde mit den Worten: „In der Taufe bist du eine neue Schöpfung geworden und hast wie die Schrift sagt Christus angezogen. Das weiße Gewand sei dir ein Zeichen, für diese Würde. Bewahre sie für das ewige Leben.“

Ihnen allen und den Menschen, die in Ihrem Herzen einen Platz haben wünschen wir gesegnete Ostern!

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Palmsonntag

Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.
Als der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Das war wirklich ein gerechter Mensch. Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.
Alle seine Bekannten aber standen in einiger Entfernung vom Kreuz, auch die Frauen, die ihm seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt waren und die alles mit ansahen. (Lk 23,44-49)

Der Palmsonntag ist in der liturgischen Feier ein Tag zwischen „himmelhochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“. Zunächst jubeln die Menschen Jesus zu, sie feiern ihn als Retter, ja als König. Doch schon wenig später ist in der Passion die Rede davon, dass man seinen Tod fordert, so dass Pilatus ihn nach langem Zögern, und obwohl er keine Schuld an ihm findet, schließlich aus Angst vor dem Zorn des Volkes zum Tode verurteilt.
Und nach dem Tode Jesu berichtet Lukas in Vers 48 des 23. Kapitels: „Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.“
Viele nahmen es offensichtlich zunächst als „Schauspiel“ als Ereignis, dem man beiwohnt, das man betrachtet, aus welcher Motivation auch immer. Mehr oder weniger unbeteiligt wollte man offensichtlich bleiben, es aus der Distanz beobachten.
Und doch scheint allen deutlich geworden zu sein, dass das, was Jesus da auf sich nahm jeden ganz persönlich etwas anging. Das sich da eine Wende nicht nur im Weltengeschehen, sondern auch im ganz persönlichen Leben vollzog, die nicht folgenlos für das eigene Leben bleiben kann. Denn alle gingen betroffen weg.
Mögen auch wir das in dieser Heiligen Woche erfahren. Die Feier dieser Tage ist kein Schauspiel, das man unberührt aus der Ferne ansehen kann. Jesus hat sich am Kreuz mit meinem Leben verbunden. Er hat sein Leben mit meinem verknüpft. Er hat das Kreuz für mich getragen. Er hat das Leiden für mich auf sich genommen, ja er hat mein Leiden und mein Kreuz getragen und trägt es bis heute mit. Er hat auch mich erlöst.
Lasse ich mich davon betreffen?

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Gottesdienstordnung Karwoche und Ostern

Die Gottesdienstordnung der Kar- und Ostertage finden Sie >hier<.

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Ergriffen

Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt. Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt. (Phil3,8-14)

Christus in der Macht seiner Auferstehung fasziniert Paulus.
Der stolze junge Paulus hat sie vor den Toren von Damaskus gespürt, als sie ihn niederwarf, als er dann in eine tiefe Lebenskrise kam und seine Existenz neu aufbauen musste.
Und in diesem Neuaufbau ist die Macht der Auferstehung Christi wirksam. Sie hat ihn ergriffen.
Deshalb sagt er:
Ich bin von Jesus Christus ergriffen worden.
Christus hat ihn ergriffen und ihn nie mehr losgelassen.
Diesem Jesus Christus will er dienen.
Dessen Knecht will er sein und zwar ganz und gar.
Deshalb tut Paulus alles ab, was vorher sein Stolz war:
– Dass er aus dem Volk Israel ist, aus dem berühmten Stamm Benjamin, aus dem auch König Saul kam,
– dass er das Gesetz studiert hat und es genau hielt und sich deshalb als Gerechter vorkam,
– dass er ein Pharisäer war und voll Eifer für seinen Glauben gekämpft hat.
All das sieht er nun als Verlust an, er hält es für Unrat, für Dreck, nur um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein.
Träumen wir nicht auch manchmal von solcher Umwertung der Werte, weil wir spüren, dass durch all das was wir an Habe und Gehabe, an Besitz und Wichtigkeiten angesammelt haben, die Begeisterung und Liebe zu Christus verdunkelt, verdeckt und verflüchtigt wird? –
Paulus hat sich klar entschieden.

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Barmherzigkeit erfahren

Der Vater sah ihn (Anmerkung: den verloren geglaubten Sohn) schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. (Lk 15,20b-24)

Gott ist uns in herzlicher und barmherziger Weise zugetan. Dieses uns Zugetan-Sein öffnet uns den Zugang zu einem versöhnten Leben: Gott eröffnet uns die Chance, bei ihm unsere Schuld abzuladen und mit seiner Hilfe neu anfangen zu können. So bleiben wir nicht mit uns und unseren Lebenslasten allein. Wir müssen nicht verdrängen, was uns trotz aller zur Schau gestellten Souveränität verunsichert und beschwert.
Dabei ist uns doch dieses einzigartige, menschenfreundliche Sakrament der Versöhnung geschenkt.
Wir dürfen bei Gott abladen. Wir können uns neu aufrichten lassen.
Warum lassen wir uns die Möglichkeit, mit dem Bußsakrament hilfreiche Erfahrungen zu machen, eigentlich entgehen? Warum schlagen wir dieses großzügige und barmherzige Angebot Gottes eigentlich immer wieder aus?
Der Sohn ist vor der herzlichen Umarmung des barmherzigen Vaters auch nicht weggelaufen.
Warum meinen wir das tun zu müssen?

Barmherzigkeitsabend

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