Geist Gottes

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr. (1 Kor 3,16-17)

Gut, dass wir daran wieder einmal erinnert werden! Der Geist Gottes wohnt in uns!
Diesem Geist gilt es sich anzuvertrauen, diesen Geist dürfen wir in uns und durch uns wirken lassen.
Wie oft überlassen wir uns anderen Geistern, dem Geist der Geltungssucht, dem Geist der Macht, dem Geist des Konsums…
Hier aber werden wir an den Geist Gottes erinnert, der uns erheben will, der uns nicht verknechten will, sondern aus den Niederungen herausholen und zur neuen Größe führen will.
Diese Größe und Weite hat Gott für uns vorgesehen.
Wir dürfen uns IHM anvertrauen, von IHM führen lassen.
Wir sind der Tempel Gottes und darum heilig!

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Radikal

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Ihr habt gehört. dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen. (Mt 5,21- 22a.27-28.33-34a.37)

Jesu „Ich aber sage euch.“ klingt sehr nach Gegensatz zum Bisherigen. So aber ist es gerade nicht gemeint. „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllten.“ (Mt 5,17) Jesus will also das zur ganzen Fülle bringen, was schon da ist. Sein „Ich aber sage Euch“ führt uns weiter und will auch unser Leben zur Fülle bringen.
Dadurch, dass Jesus die Form der Gegenüberstellung wählt, will er uns zu neuer Aufmerksamkeit bewegen.
Scheinbar stehen seine Worte gegen das bisherige Gesetz.
Tatsächlich jedoch legt er die eigentliche Kernaussage frei. Durch diese Provokation bringt Jesus den eigentlichen Gotteswillen neu zum Leuchten.
Es geht nicht erst um das, was im Gebot formuliert ist, sondern schon um das, was dem vorausgeht.
Es geht nicht um einen Gesetzesgehorsam, sondern um einen Geist, der im alltäglichen Leben die Gottes-, Nächsten-, und Selbstliebe vereint.
Nicht erst der Mord ist zu verurteilen, sondern schon die innere Ablehnung des anderen. Jesus fordert eine radikale Bejahung des Nächsten.
Nicht erst der Ehebruch ist zu verurteilen, sondern schon der lüsterne Blick, das Sich-Treiben-lassen durch unsere bis in den letzten Winkel sexualisierte Welt. Jesus fordert eine radikale Zuwendung zum geliebten Menschen.
Nicht erst der Meineid ist zu verurteilen, sondern jeder Schwur. Denn schwören muss nur der, dem man misstrauen muss, weil ihm die Wahrhaftigkeit fremd ist. Jesus fordert eine radikale Wahrhaftigkeit, die keinen Schwur mehr nötig hat.
Wer so auf der Evangelium schaut, der spürt, wie Jesus uns zum Glück führen will. Glücklich macht Ehrlichkeit, Authentisch-Sein und Geradlinigkeit. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein – alles andere stammt vom Bösen. Wenn Gott uns etwas vorschreibt, dann deshalb, damit wir glücklich werden.
„Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt.“ (Sir 15,16)

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„Nachleuchten“

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,14-16)

Jesu Satz: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Hat ein ungeheures Gewicht, und eine immense Aussage für uns. Um das zu erkennen, müssen wir uns bewusst machen, dass doch eigentlich Christus das Licht der Welt ist. Als solcher wird er auch in der Bibel an vielen Stellen genannt. Denken wir nur an den Satz des Simeon als Jesus von Maria und Josef in den Tempel gebracht wird: „Nun lässt du Herr einen Knecht in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen. Ein Licht das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Und plötzlich spricht Christus uns diese Würde zu, die eigentlich nur ihm zukommt. „Ihr seid das Licht der Welt.“
Eine ungeheure Würde, aber auch eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.
Wir dürfen sein Licht in diese Welt hinein „reflektieren“.
Vielleicht so wie die vielen „nachleuchtenden“ Schilder die im Notfall den Weg aus Gebäuden weisen sollen. Sie nehmen das Licht aus der Umgebung auf und geben es bei Dunkelheit wieder.
So dürfen auch wir das Licht Christi aufnehmen, es wiedergeben und so inmitten einer Welt, die oft den Weg nicht mehr kennt, diesen Weg weisen. „Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel mitten in einer verdorbenen und verwirrten Generation, unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.“ (Phil 2,14-15). Damit wir als Christen dieser Aufgabe gerecht werden können, sollten wir uns immer wieder in das Licht Christi stellen, das uns in der Eucharistie, den anderen Sakramenten und dem Wort Gottes leuchtet. Stellen wir uns in Christi Licht, damit es in unserem Denken, Fühlen, Reden und Handeln für unsere Welt sichtbar wird. „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

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Selig

In jener Zeit als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
(Mt 5,1-12a)

Aber was bedeutet „selig“ (griechisch makarioi)? Selig bedeutet glücklich. Sagt mir: Strebt ihr wirklich nach dem Glück? In einer Zeit, in der man von so vielen Formen scheinbaren Glücks angezogen wird, läuft man Gefahr, sich mit wenig zu begnügen, eine Lebensvorstellung „im Kleinen“ zu haben. Strebt dagegen nach großen Dingen! Macht Eure Herzen weit! Der selige Piergiorgio Frassati sagte: »Leben ohne Glauben, ohne ein Erbe, das man verteidigen muss, ohne in einem ständigen Ringen die Wahrheit zu vertreten, ist nicht leben, sondern dahinkümmern. Wir dürfen niemals dahinkümmern, sondern sollen leben« (Brief an I. Bonini, 27. Februar 1925). Am Tag der Seligsprechung von Piergiorgio Frassati, am 20. Mai 1990, nannte Johannes Paul II. ihn einen »Mann der Seligpreisungen« (Predigt in der Eucharistiefeier: AAS 82 [1990], 1518).

Wenn ihr das innerste Streben eures Herzens wirklich zutage treten lasst, werdet ihr merken, dass in euch ein unstillbares Verlangen nach Glück wohnt, und das wird euch ermöglichen, die vielen „Billigangebote“, die ihr in eurer Umgebung findet, zu entlarven und zurückzuweisen. Wenn wir den Erfolg, das Vergnügen, das egoistische Besitzen suchen und daraus Götzen machen, können wir zwar auch Momente des Rausches, ein trügerisches Gefühl der Befriedigung empfinden, doch schließlich werden wir zu Sklaven, sind niemals zufrieden und fühlen uns gedrängt, immer noch mehr zu suchen. Es ist sehr traurig, eine „satte“, aber schwache Jugend zu sehen.

Der heilige Johannes wendete sich an die Jugendlichen mit den Worten: »Ich schreibe euch … dass ihr stark seid, dass das Wort Gottes in euch bleibt und dass ihr den Bösen besiegt habt« (1 Joh 2,14). Die  Jugendlichen, welche Christus wählen, sind stark, sie nähren sich von seinem Wort und „stopfen“ sich nicht „voll“ mit anderen Dingen! Habt den Mut, gegen den Strom zu schwimmen! Habt den Mut zum wahren Glück! Sagt „Nein“ zur Kultur des Provisorischen, der Oberflächlichkeit und der Aussonderung – eine Kultur, die euch für unfähig hält, Verantwortung zu übernehmen und die großen Herausforderungen des Lebens anzugehen! (Auszug aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXIX. Weltjugendtag 2014)

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Herzlich Willkommen!!

Liebe Schwestern und Brüder,
Durch die Versetzung von Pfarrer Heinrich Schmidt nach Kirchhundem ergibt sich für alle Gemeinden im Pastoralen Raum Lennestadt die Frage nach der personellen Zukunft in unserem Bereich. Diese Frage hat jetzt eine Antwort gefunden.
Glücklicherweise wird die Stelle als Pastor im Pastoralverbund entgegen den eigentlichen Planungen des Erzbistums, die im Stellenplan 2024 veröffentlicht sind, nicht gestrichen, sondern zunächst noch einmal neu besetzt.
brieden_wolfgangPfarrer Wolfgang Brieden, wird nach 25 Jahren Seelsorge in St. Peter und Paul Eslohe und 17 Jahren Tätigkeit in St. Sebastian Salwey seinen Dienst als Pastor im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe beenden und als Pastor im Pastoralverbund Lennestadt seinen Dienst bei uns aufnehmen. Er wird seinen Wohnsitz im Pfarrhaus Grevenbrück nehmen und plant dort, auch nach seiner – in einigen Jahren anstehenden – Pensionierung weiterhin zu wohnen.
Pfr. Wolfgang Brieden, hat sich als gebürtiger Altenhundemer nicht zuletzt auch aufgrund der räumlichen Nähe zu seiner Schwester entschieden, bei uns Wohnung zu nehmen. Der genaue Zeitpunkt des Stellenwechsels wird noch festzulegen sein und dann rechtzeitig bekannt gegeben.
Wir freuen uns über sein Kommen und danken ihm für seine Entscheidung.
Wir wünschen ihm Gottes Segen für seinen Dienst, heißen ihn schon jetzt ganz herzlich bei uns willkommen und begleiten ihn für seinen Dienst mit unserem Gebet.

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Im Blick Jesu

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. (Mk 4,18-20)

Jesus „sah“ die beiden Brüder. Dieses „Sehen“ ist mehr als ein bloßes optisches Wahrnehmen. Jesus sieht sehr viel tiefer. Er sieht ihre Sehnsucht nach Heil-sein, ihren Durst nach wahrem Leben, ihre Erwartung des Erlösers, ihr unentdecktes Potenzial…
Jesus schaut mit diesem heilenden Blick auf das Leben der Menschen auf unser Leben.
Seine Aufforderung „Kommt her, folgt mir nach“ sagt daher auch viel mehr aus, als die Einladung mit ihm zu gehen. Er spricht ihnen vielmehr zu: „Ich kann heilen, wo ihr euch unheil, nicht vollkommen fühlt. Eure Sehnsucht nach dem Himmelreich kann erfüllt werden.“
Das scheinen Simon und Andreas gespürt und verstanden zu haben: „Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“. Sie haben die Gemeinsamkeit wahrgenommen. Sie fühlten sich wohl in diesem heilenden und liebenden Blick Jesu.
Auch uns blickt Jesus immer wieder heilend, erbarmend, liebend an. Besonders in den Sakramenten können wir es spüren. Nehmen wir diesen Blick Jesu auf uns wahr? Suchen wir ihn und fühlen uns in seinem Blick wohl?

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Befreit!!

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. (Joh 1,29-30)

Jesus hat uns ein für alle Mal am Kreuz als das Lamm Gottes aus der Gefangenschaft der Gottesferne befreit.
Wir können uns noch weiter gefangen nehmen lassen. Von alle dem, was unsere Aufmerksamkeit voll und ganz in Beschlag nehmen will. Von dem, was uns beherrschen will, was uns absondern will von Gott und vom Nächsten.
Wir müssen es aber nicht mehr!
Wir sind durch Christus mit Gott versöhnt.
Das Tor zur Freiheit der Kinder Gottes steht uns sperrangelweit auf.
Das feiern wir in jeder Eucharistie und das macht die Eucharistie auch so ungeheuer wichtig für uns:
– als Dank
– als Erinnerung an die Befreiung aus der Gottesferne
– als Mahnung, diese Befreiung nicht aus Gedankenlosigkeit oder Routine freiwillig und fahrlässig wieder aufzugeben.
Mögen wir das Tor zur Freiheit der Kinder Gottes immer wieder durchschreiten.
Mögen wir immer wieder in der Eucharistie auf IHN blicken, der uns befreit hat, IHN unter der Gestalt des Brotes empfangen.
Mögen wir immer wieder auf IHN sehen, das „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“

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