Fest der Faulenzer

Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr grölt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang Josefs. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei. (Am 6, 1a.4-7)

Wenn so eine Botschaft des Amos anstößig war, wenn die Leute daran Anstoß genommen haben, dann ist es genau das, was diese Worte bewirken wollten:
Gott will anstoßen mit seiner Botschaft, damit uns die Augen geöffnet werden, damit wir nicht mit einer vordergründigen Sicherheit und Gleichgültigkeit in den Tag leben.
Gott hat uns das Wort der Bibel gegeben, weil es für uns buchstäblich lebensnotwendig ist,
weil wir Gefahr laufen, dass unser Leben scheitert,
weil wir die Maßstäbe Gottes nicht mehr kennen,
weil wir den Zaun nicht mehr sehen, den Gott abgesteckt hat,
weil wir den Weg zum erfüllten Leben, den Gott uns in der Bibel aufzeigt, nicht kennen.
Es ist für uns lebensnotwendig.
Im Wort Gottes haben wir den Maßstab für das Gelingen unseres Lebens!
Wir können natürlich sagen: „Das glaub ich nicht!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott so ist.“
Wir müssen dann aber auch mit der Gefahr leben, dass es ein böses Erwachen geben kann.

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Ruhe und Muße

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.  Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen. (Am 8,4-7)

Amos setzt in seiner flammenden Anklagerede zwei Schwerpunkte.
Er prangert die Ausbeutung der kleinen Leute und der Armen an, und er wendet sich gegen das Verschwinden der Ruhetage und der Feiertage. Wenn der Wirtschaftsaufschwung und florierende Geschäfte auf Kosten der kleinen Leute gehen, wenn die Reichen immer reicher und die, die es knapp haben, immer ärmer werden, dann stimmt etwas nicht, damals wie heute – und gegen diese Ungerechtigkeit muss man im Namen Gottes das Wort erheben. Wenn die Feier- und Ruhetage nicht mehr für alle gelten sollen, dann steht damit mehr auf dem Spiel als ein Kirchengebot. Der wöchentliche Ruhetag, aber auch die Feste im Jahreskreislauf sind geschenkte Zeiten, auf die sich die Menschen freuen und die sie gemeinsam genießen können, in denen auch mal Muße ist zum Aufatmen und Ausruhen, zum Nachdenken und Feiern. Nicht ohne Grund wird in den Zehn Geboten die Sabbat-Ruhe mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten begründet:
Wer den Sabbat hält, ist niemandes Knecht, sondern ein freier Mensch, befreit von Gott selbst!
Wenn dafür keine Zeit mehr ist, vergessen die Menschen am Ende noch, dass sie Menschen sind.
Auf diese Folgekosten des Gewinns und des Geldmachens will Amos in Gottes Namen aufmerksam machen.
Er zeigt mit dem Finger darauf, was niemand sehen will, was nur zu gern übersehen oder vergessen wird – und er steht damit ein für die, auf deren Rücken der Wirtschaftserfolg ausgetragen wird.
Gerade darin macht Amos Gott sichtbar; nämlich als Anwalt derer, die ausgenutzt und um ihr Recht geprellt werden;
als Freund derer, die keine oder nur wenige Chancen auf Wohlstand und ein sorgenfreies Leben haben.

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Mutter Teresa

Hl. Mutter Teresa – bitte für uns!

kathTube: EWTN Spezial mit Msgr. Leo Maasburg: Mutter Teresa – Gute und treue Dienerin

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Demut

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:
Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen.
Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
(Lk 14,1.7-11)

  1. Laut ruft uns, Brüder, die Heilige Schrift zu: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“
    2. Mit diesen Worten zeigt sie uns also, dass jede Selbsterhöhung aus dem Stolz
    hervorgeht.
    3. Davor hütet sich der Prophet und sagt: „Herr, mein Herz ist nicht überheblich, und meine Augen schauen nicht hochmütig; ich ergehe mich nicht in Dingen, die für mich zu hoch und zu wunderbar sind.
    4. Wenn ich nicht demütig gesinnt bin und mich selbst erhöhe, was dann? Du behandelst mich wie ein Kind, das die Mutter nicht mehr an die Brust nimmt.“
    5. Brüder, wenn wir also den höchsten Gipfel der Demut erreichen und rasch zu jener Erhöhung im Himmel gelangen wollen, zu der wir durch die Demut in diesem Leben aufsteigen,
    6. dann ist durch Taten, die uns nach oben führen, jene Leiter zu errichten, die Jakob im Traum erschienen ist. Auf ihr sah er Engel herab und hinaufsteigen.
    7. Ganz sicher haben wir dieses Herab und Hinaufsteigen so zu verstehen: Durch Selbsterhöhung steigen wir hinab und durch Demut hinauf.
    8. Die so errichtete Leiter ist unser irdisches Leben. Der Herr richtet sie zum Himmel auf, wenn unser Herz demütig geworden ist.
    (aus der Regel des Hl. Benedikt, Kapitel 7 „Die Demut“ 1-8)

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Die enge Tür…

In jener Zeit zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. […]
Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten. (Lk 13 ,22-24;29-30)

Beim Lesen dieser Zeilen stellt sich doch sofort die Frage: Wo ist die enge Tür?
Und wir sind schnell dabei, sie als die enge Tür am Ende unserer Tage zu deuten.
Was aber, wenn es vielleicht die vielen kleinen und engen Türen unseres Alltages sind die hier angesprochen werden?
Die Tür zum Pflegebedürftigen, zum Kranken, zum schwierigen Partner, zum Verzweifelten, zum in sich Verschlossenen, zum Menschen mit Fragen und Problemen …
Jesus warnt vor den weiten Toren der Bequemlichkeit, des Luxus, des Vergnügens, der scheinbaren Grenzenlosigkeit menschlichen Tuns.
Wir selber sind es, die entscheiden, welche Tür wir nehmen, welche wir öffnen und welche wir verschließen.
Ein schönes Beispiel einer kleinen und engen Tür mitten im Alltag konnten wir dieser Tage bei den Olympischen Spielen in Rio erleben:

Dazu meinte Abbey D´Agostino (USA):Obwohl meine Handlungen zu dem Zeitpunkt rein instinktiv waren, kann ich es mir nur so erklären, dass Gott mich darauf vorbereitet hat, in diesem Moment so zu reagieren. Die ganze Zeit, die ich hier in Rio bin, hat Gott mir klar gemacht, dass es um mehr ging als meine Wettkampf-Leistung – und in dem Moment, in dem ich Nikki aufstehen sah, wußte ich: Das ist es.
Weitere Hintergrundinfos: <hier>

 

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Mariä Himmelfahrt

Maria, eine einfache, unbekannte Frau, eine „niedrige Magd“ aus dem jüdischen Volk, eine für alle – wird ins Paradies gerufen, in die Herrlichkeit Gottes, in die Vollendung, in den Himmel.
Wird dort aufgenommen mit Leib und Seele, mit Haut und Haar, mit ihrem ganzen Leben, mit allen Erfahrungen, mit ihren Freuden und Sorgen, mit allem, was ihr Leben ausmacht.
Das ist unsere jeweilige Welt, die unser Leben ausmacht, und dafür steht das Wort „Leib“, mit dem wir in unserer Welt vorkommen und handeln.
Es geht um den ganzen Menschen, der bei Gott ankommt.

Maria ist als erste angekommen, als erste von uns allen.

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Links- oder Rechtsverkehr? ;-)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter. (Lk 12, 49-53)

Es geht darum, sich neu für Christus zu entscheiden, es immer wieder zu tun, jeden Tag. Ja sagen zu ihm, zu dem, was er ist und was er für uns will.
Da gibt es keine Kompromisse. Ein bisschen glauben geht nicht.
Es ist wie im Straßenverkehr. Auch auf der Straße gibt es zwischen Linksverkehr und Rechtsverkehr keinen Kompromiss. Entweder wir fahren alle auf dieser Seite oder auf der anderen. Wer da unentschieden ist, gefährdet sein Leben.
Wer sich für Christus entschieden hat, sollte es auch ganz tun, soll zu ihm wirklich Ja sagen, soll versuchen, in seinem Sinn zu leben.
Wir stehen vor Gott, dem Herrn.
Er öffnet sich in seiner Liebe, wendet sich uns zu.
Da kann die Antwort doch nur die sein:
Ich mache keine halben Sachen, sondern nur ganze.
Ich übergebe mich dir ganz, ich will ganz zu dir gehören.
Ich habe Gemeinschaft mit dir und ich zeige dies auch.
Jeder darf wissen, auf welcher Seite ich stehe.

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